Nachlese 2017

11. Bad Hersfelder Biomasseforum

Neue Herausforderungen für die Bioabfallwirtschaft

28./29. November 2017

Veranstalter:
Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH

Wissenschaftliche Leitung:
Dr.-Ing. Michael Kern
Dipl.-Ing. Thomas Raussen
Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Wiemer   

Schirmherrschaft:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau  und Reaktorsicherheit, Berlin

Programm: 

Zum Thema ...

Neue Herausforderungen für die Bioabfallwirtschaft

Der Gesetzgeber strebt eine hochwertige Verwertung von Bioabfällen bei minimierten Umweltbelastungen an. Zudem sollen sowohl die In- und Outputqualität von Bioabfällen bzw. Komposten als auch die getrennt erfassten Mengen gesteigert werden. Dass die Potenziale von Bio- und Grüngut, auch nach dem Stichtag zur verpflichtenden Getrenntsammlung (01.01.2015), bei Weitem noch nicht erschlossen sind, ist bekannt. Aktuelle Studien belegen, dass nach wie vor große Mengen vor allem an Nahrungs- und Küchenabfällen über den Restmüll entsorgt werden und nicht den Weg in die Biotonne finden.

Wie sollen diese Ziele erreicht werden? Das neue Ausschreibungsverfahren nach EEG 2017, die Novelle des Düngerechts, der Entwurf der Stoffstrombilanzverordnung, erhöhte Anforderungen an Fremdstoffgehalte im Kompost, die Anforderungen an die Sammlung und Aufbereitung von Grüngut – es wird also nicht einfacher und die Bioabfall- und Grüngutwirtschaft steht erneut vor großen Herausforderungen!

Die Schwerpunkte des 11. Biomasseforums lagen auf der Weiterentwicklung der Bioabfallerfassung und -verwertung vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen. Mit dem Vortrag über die „Aktion Biotonne Deutschland“ wurde ein bundesweites Projekt zur Steigerung der Erfassung und Qualität von Bioabfällen vorgestellt. Ebenfalls wurde über erste Erfahrungen mit dem Ausschreibungsverfahren für Strom aus Biogas nach dem EEG berichtet. Ein weiteres Thema war der aktuelle Stand der Stoffstrombilanzverordnung. Zudem wurden der Markt für organische Düngemittel im Wettbewerb sowie sich neu entwickelnde Chancen der Kompostverwertung im Biolandbau betrachtet.

Einen besonderen Schwerpunkt stellt die automatisierte Fremdstoffentfrachtung von Bioabfällen und Komposten mittels NIR- und Röntgentechnologie dar, die anhand erster Praxiserfahrungen vorgestellt wurden. Auch der Themenkomplex Weiterentwicklung der Erfassung und Verwertung von Grüngut wurde anhand verschiedener Praxisbeispiele dargestellt. Und wie jedes Jahr wurden neue Konzepte und Anlagen zur hochwertigen Verwertung von Bioabfällen präsentiert. Diese und andere Ansätze konnten direkt in Gesprächen mit den Fachausstellern vertieft werden.

Fachausstellung

  •  ARJES GmbH, Leimbach
  • Werner Doppstadt Umwelttechnik GmbH & Co. KG, Velbert
  • Eggersmann GmbH, Marienfelde
  • Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG, Böblingen
  • JENZ GmbH Maschinen- und Fahrzeugbau, Petershagen
  • Komptech Vertriebsgesellschaft Deutschland mbH, Oelde
  • Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Kompetenzzentrum HeRo, Witzenhausen
  • Maier & Fabris GmbH, Tübingen
  • Mondi Trebsen GmbH, Trebsen
  • NATURABIOMAT GmbH, Rheine
  • Neuenhauser Maschinenbau GmbH, Neuenhaus
  • Novamont GmbH, Eschborn
  • OWS n.V., Gent (Belgien)
  • Thöni Industriebetriebe GmbH, Telfs (Österreich)
  • Tietjen Verfahrenstechnik GmbH, Hemdingen
  • Verbund kompostierbare Produkte e. V., Berlin
  • J. Willibald GmbH, Sentenhart